SprechWerk Logopädie und Lerntherapie

Stottern-Therapie in Bocholt

Für Kinder und Erwachsene, die flüssiger sprechen möchten

Termin anfragen
Logopädin im Stotter-Übungsgespräch mit einem erwachsenen Patienten in der Praxis SprechWerk Bocholt

Stottern ist eine Redeflussstörung, die Kinder und Erwachsene betreffen kann. In der Therapie arbeiten wir an der Sprechflüssigkeit, am Umgang mit Sprechsituationen und an einem sicheren Auftreten. Die Schwerpunkte unterscheiden sich deutlich zwischen Kindergartenalter, Schulalter und Erwachsenenalter. Termine in beiden Praxen in Bocholt.

Was Stottern ist

Stottern ist eine neurophysiologisch begründete Redeflussstörung. Typische Kernsymptome sind Wiederholungen von Lauten und Silben, Dehnungen von Lauten sowie Blockierungen beim Sprechen. Laut der Bundesvereinigung Stotterer-Selbsthilfe stottert etwa ein Prozent der Erwachsenen dauerhaft. Bei Kindern im Vorschulalter ist die Rate höher, ein großer Teil der Fälle remittiert spontan.

Bei Kindern steht in den ersten drei bis sechs Monaten nach Beginn des Stotterns die Beobachtung und Beratung der Eltern im Vordergrund. Wenn das Stottern persistiert, gibt es wirksame Therapiekonzepte, die direkt mit dem Kind arbeiten.

Erwachsene, die dauerhaft stottern, lernen in der Therapie Sprechtechniken, setzen sich mit Vermeidungsverhalten auseinander und üben, auch in schwierigen Situationen selbstbestimmt zu sprechen. Das Ziel ist nicht unbedingt stotterfreies Sprechen, sondern flüssiges und selbstsicheres Sprechen trotz Stottern.

Wann eine Therapie sinnvoll ist

Bei Kindern ist frühe Beratung entscheidend. Bei Erwachsenen ist der Therapiewunsch oft durch Alltagssituationen ausgelöst.

  • Ihr Kind wiederholt häufig Silben oder Laute (K-K-Kuchen, Wawawarum)
  • Ihr Kind dehnt Laute stark (Mmmmmama) oder blockiert beim Sprechen
  • Ihr Kind zeigt Anstrengung im Gesicht oder vermeidet bestimmte Wörter
  • Das Stottern besteht seit mehr als drei bis sechs Monaten
  • Sie selbst erleben im Beruf oder Alltag Sprechangst und Vermeidungsverhalten
  • Sie umschreiben häufig Wörter, um Stottern zu vermeiden
  • Telefonieren, Vorstellungsgespräche oder Präsentationen werden zur Belastung

Wie die Therapie abläuft

Eine Sitzung dauert 45 Minuten. Die Frequenz liegt meist bei einmal pro Woche. Die Gesamtdauer hängt stark von Alter, Ausprägung und Zielen ab. Kindertherapien sind oft nach einem bis zwei Jahren beendet, bei Erwachsenen sind intensivere Phasen mit späteren Auffrischungen üblich.

  1. 1

    Erstgespräch und Anamnese

    Wir klären die Biografie des Stotterns, aktuelle Belastungen und Ziele. Bei Kindern ist das Gespräch mit den Eltern zentral.

  2. 2

    Diagnostik

    Sprechprobe, Fragebögen zum Vermeidungsverhalten, Einschätzung von Kernsymptomen und Begleitsymptomen. Bei Kindern Beobachtung in Spielsituationen.

  3. 3

    Therapieplan

    Individueller Plan, der zum Alter, zur Sprechanforderung und zu den persönlichen Zielen passt. Bei Kindern oft familienorientiert.

  4. 4

    Therapiephase

    Sprechtechniken wie Pull-out, Prolongation oder weiches Einsetzen. Arbeit an Einstellung und Selbstwahrnehmung. Transfer in Alltagssituationen.

  5. 5

    Elternberatung

    Bei Kindern bekommen Eltern konkrete Hinweise zu Gesprächsverhalten, Zeit-zum-Sprechen und Reaktion auf Unflüssigkeiten.

  6. 6

    Verlaufskontrolle

    Regelmäßige Überprüfung der Ziele. Bei Bedarf Anpassung, Pause oder Auffrischungseinheiten.

Ruhiger Schreibtisch mit Notizen, Wasserglas und Laptop für das Beratungsgespräch bei SprechWerk

Kosten und Verordnung

Stotter-Therapie ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung, wenn eine ärztliche Heilmittelverordnung vorliegt. Für Kinder verordnen meist Kinderärztin oder Kinderarzt, für Erwachsene HNO, Neurologie oder Hausarzt. Bei gesetzlich Versicherten ab 18 fällt die übliche Zuzahlung von 10 Prozent der Rezeptgebühr plus 10 Euro Verordnungsgebühr an, sofern keine Befreiung vorliegt. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren besteht keine Zuzahlungspflicht.

Intensivtherapien oder spezielle Konzepte außerhalb der Regelversorgung sind meist privat zu tragen. Wir beraten im Erstgespräch, was sinnvoll und abrechenbar ist.

Bereit für Ihren Therapieplatz?

Verordnung hochladen, Wunschtermin eintragen, wir melden uns mit einem Terminvorschlag für Bocholt oder Biemenhorst.

Häufige Fragen zu Stottern

Wächst sich Stottern bei Kindern nicht von selbst heraus?

Ein großer Teil der Kinder remittiert spontan. Wenn das Stottern aber länger als sechs Monate besteht, sich verfestigt oder das Kind darunter leidet, ist eine logopädische Einschätzung empfehlenswert. Eine frühe Beratung schadet nie.

Kann man Stottern heilen?

Das Wort heilen passt nicht. Viele Menschen lernen aber, flüssig und selbstbestimmt zu sprechen. Bei Kindern sind komplette Remissionen möglich, bei Erwachsenen geht es oft um mehr Kontrolle und weniger Vermeidung.

Funktioniert Therapie auch bei Erwachsenen noch?

Ja. Erwachsene profitieren von Sprechtechniken und vom bewussten Umgang mit Sprechangst und Vermeidung. Realistische Ziele und Geduld sind wichtig.

Wie oft pro Woche ist Therapie nötig?

In der Regel einmal pro Woche. Für Intensivphasen sind auch engere Frequenzen möglich, das klären wir je nach Plan.

Arbeiten Sie mit Selbsthilfegruppen zusammen?

Wir verweisen gerne auf Angebote der Bundesvereinigung Stotterer-Selbsthilfe. Der Austausch mit anderen Betroffenen ergänzt die Therapie sinnvoll.

Ist Hausbesuch möglich?

Ja, wenn Ihr Arzt den Hausbesuch auf der Verordnung explizit anordnet und medizinisch begründet.

Therapie durch erfahrene Logopädinnen

Unsere Logopädinnen bringen Erfahrung aus Stotter-Therapie bei Kindern und Erwachsenen mit und arbeiten mit aktuellen Konzepten. Lernen Sie das Team in beiden Praxen kennen.

Das Team kennenlernen

Verwandte Leistungen

Diese Themen könnten ebenfalls für Sie passen.

Unsere Standorte in Bocholt

Wir behandeln an zwei Standorten. Wählen Sie den Standort, der für Sie besser erreichbar ist.

Termin für Stotter-Therapie anfragen

Ob für Ihr Kind oder für Sie selbst: Wir beraten unverbindlich und besprechen, welches Vorgehen passt.