SprechWerk Logopädie und Lerntherapie

Aphasie-Therapie in Bocholt

Für Erwachsene nach Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma oder anderen neurologischen Ereignissen

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Logopädin begleitet einen Senior in der Aphasie-Therapie am Holztisch bei SprechWerk

Aphasie ist eine erworbene Sprachstörung, meist nach Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma. In der Therapie arbeiten wir an Sprachverständnis, Wortfindung, Lesen und Schreiben. Wenn ein Praxisbesuch nicht möglich ist, sind Hausbesuche nach ärztlicher Anordnung möglich. Termine in beiden Praxen in Bocholt.

Was Aphasie ist

Aphasie ist eine zentrale Sprachstörung, die durch eine Schädigung sprachrelevanter Hirnareale entsteht. Häufigste Ursache ist ein Schlaganfall, seltener Schädel-Hirn-Traumata, Hirnblutungen oder neurologische Erkrankungen. Laut der DGN-Leitlinie zur Rehabilitation aphasischer Störungen bleibt bei etwa einem Drittel der Betroffenen eine länger anhaltende Aphasie zurück.

Typisch sind Störungen in einem oder mehreren Sprachbereichen: Sprachproduktion, Sprachverständnis, Lesen, Schreiben. Die Ausprägungen reichen von leichten Wortfindungsstörungen bis zu schweren Sprachverlusten. Aphasie bedeutet nicht, dass die Intelligenz beeinträchtigt ist.

Der frühe Therapiebeginn in der ersten Phase nach dem Ereignis ist wichtig. Doch auch später sind Fortschritte möglich. Wir begleiten Betroffene in der Post-Akutphase, in der Reha-Nachsorge und in der chronischen Phase.

Typische Anzeichen

Die folgenden Anzeichen können auf eine Aphasie hindeuten. Nach einem Schlaganfall oder einer Hirnschädigung ist immer eine ärztliche Abklärung Voraussetzung.

  • Das Finden des richtigen Wortes fällt schwer, Umschreibungen treten häufig auf
  • Sätze werden unvollständig oder grammatikalisch vereinfacht gesprochen
  • Anweisungen werden nicht verstanden oder missverstanden
  • Buchstaben, Silben oder Wörter werden vertauscht
  • Lesen und Schreiben fallen deutlich schwerer als vor dem Ereignis
  • Wiederholungen und Ergänzungen werden im Alltag zunehmend anstrengend
  • Angehörige bemerken Veränderungen in Gesprächsstil und Wortschatz

Wie die Therapie abläuft

Eine Sitzung dauert 45 Minuten. In der Post-Akut- und Reha-Nachsorge sind zwei bis drei Einheiten pro Woche sinnvoll. Später reichen oft ein bis zwei Einheiten. Die Gesamtdauer richtet sich nach Verlauf und Zielen und dauert häufig mehrere Monate bis Jahre.

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    Erstgespräch und Anamnese

    Wir besprechen Befunde aus Klinik und Reha, aktuelle Belastungen, Alltagsanforderungen und persönliche Ziele. Angehörige sind willkommen.

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    Diagnostik

    Standardisierte Tests zu Sprachverständnis, Wortfindung, Nachsprechen, Lesen und Schreiben. Wir klären, welche Sprachbereiche wie stark betroffen sind.

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    Therapieplan

    Individueller Plan mit klaren Zielen. Schwerpunkt liegt dort, wo der Alltag besonders belastet ist, zum Beispiel Telefonieren, Einkaufen oder das Gespräch in der Familie.

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    Therapiephase

    Klassische Methoden der Aphasie-Therapie, Alltagsbezug, Computerübungen bei Bedarf. Kein starres Programm, sondern Anpassung an Fortschritt und Motivation.

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    Angehörigen-Einbindung

    Auf Wunsch beziehen wir Angehörige ein. Wir zeigen, wie Gesprächssituationen entlastet werden können und wie Übungen in den Alltag passen.

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    Verlaufskontrolle

    Regelmäßige Re-Tests, Anpassung der Schwerpunkte, bei Bedarf Pausen und spätere Auffrischungsphasen.

Diagnosegerät und Kopfhörer für die sprachtherapeutische Diagnostik bei SprechWerk

Kosten, Verordnung und Hausbesuch

Aphasie-Therapie ist eine Leistung der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung. Verordnet wird sie durch Neurologie, HNO oder Hausarzt. Bei gesetzlich Versicherten ab 18 fällt die übliche Zuzahlung von 10 Prozent der Rezeptgebühr plus 10 Euro Verordnungsgebühr an, sofern keine Befreiung vorliegt. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren besteht keine Zuzahlungspflicht.

Wenn ein Praxisbesuch aus medizinischen Gründen nicht möglich ist, sind Hausbesuche möglich. Voraussetzung ist, dass der verordnende Arzt den Hausbesuch auf der Verordnung explizit ankreuzt und medizinisch begründet. Das kommt bei frischer Post-Schlaganfall-Phase, eingeschränkter Mobilität oder begleitenden neurologischen Einschränkungen häufig vor.

Bereit für Ihren Therapieplatz?

Verordnung hochladen, Wunschtermin eintragen, wir melden uns mit einem Terminvorschlag für Bocholt oder Biemenhorst.

Häufige Fragen zur Aphasie-Therapie

Wann sollte die Therapie nach einem Schlaganfall beginnen?

So früh wie möglich. In der Klinik und Reha wird meist schon therapiert. Wichtig ist, die Therapie nach Rückkehr nach Hause nahtlos fortzusetzen.

Lohnt sich Therapie auch Jahre nach dem Ereignis?

Ja. Auch in der chronischen Phase sind Fortschritte möglich, besonders bei konkreten Alltagszielen wie Telefonieren oder Vorlesen. Geduld und realistische Ziele sind wichtig.

Sind Hausbesuche möglich?

Ja, wenn Ihr Arzt den Hausbesuch auf der Verordnung explizit ankreuzt und medizinisch begründet. Wir kommen nach Bocholt und in die umliegenden Ortsteile.

Wie oft pro Woche ist Therapie sinnvoll?

In der Post-Akutphase zwei bis drei Einheiten pro Woche. Später reichen oft ein bis zwei Einheiten. Entscheidend sind Ziele, Verlauf und Belastbarkeit.

Können Angehörige mit in die Therapie kommen?

Sehr gerne. Einbezogene Angehörige sind eine wichtige Ressource für den Transfer in den Alltag.

Welche Methoden nutzen Sie?

Wir arbeiten nach aktuellen Methoden der logopädischen Aphasie-Therapie, angelehnt an die DGN-Leitlinie. Die Auswahl richtet sich nach Sprachbefund, Zielen und Ihren Vorlieben.

Therapie durch erfahrene Logopädinnen

Aphasie-Therapie bei uns begleiten staatlich anerkannte Logopädinnen mit Erfahrung aus Neurologie und ambulanter Versorgung. Lernen Sie das Team in beiden Praxen kennen.

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