SprechWerk Logopädie und Lerntherapie

Schluckstörung-Therapie in Bocholt

Für Erwachsene und Seniorinnen und Senioren nach Schlaganfall, neurologischen Erkrankungen oder altersbedingter Dysphagie

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Logopädin behandelt eine Patientin auf der Therapieliege in der Praxis SprechWerk Bocholt

Schluckstörungen (Dysphagie) können die Lebensqualität stark einschränken und das Risiko für Lungenentzündungen erhöhen. Wir begleiten Betroffene nach Schlaganfall, bei Parkinson, Demenz, Multipler Sklerose und bei altersbedingter Dysphagie. Hausbesuche nach ärztlicher Anordnung sind möglich. Termine in beiden Praxen in Bocholt.

Was eine Schluckstörung ist

Unter einer Schluckstörung (Dysphagie) versteht man eine Beeinträchtigung des Schluckvorgangs. Das Schlucken läuft normalerweise in mehreren Phasen ab: Speichel, Nahrung und Getränke werden im Mund vorbereitet, dann kontrolliert nach hinten transportiert und sicher in die Speiseröhre befördert. Bei einer Dysphagie ist eine oder mehrere dieser Phasen gestört.

Häufige Ursachen sind neurologische Erkrankungen wie Schlaganfall, Morbus Parkinson, Demenz, Multiple Sklerose oder Amyotrophe Lateralsklerose. Auch nach Operationen im Hals-, Kiefer- oder Kopfbereich oder bei altersbedingter Muskelschwäche kann Dysphagie auftreten. Laut der DGN-Leitlinie zur neurogenen Dysphagie sind etwa die Hälfte aller Schlaganfallpatienten in der Akutphase betroffen.

Die Folgen reichen von Angst beim Essen und ungewolltem Gewichtsverlust bis zu stillen Aspirationen und Lungenentzündungen. Eine frühzeitige Therapie kann das Risiko senken, die Ernährung sichern und die Lebensqualität verbessern.

Typische Anzeichen einer Dysphagie

Bei mehreren dieser Anzeichen sprechen Sie mit der Hausärztin, dem Hausarzt oder der Neurologie. Die medizinische Abklärung ist Voraussetzung für die Therapie.

  • Husten oder Räuspern während oder nach dem Essen und Trinken
  • Die Stimme klingt nach dem Schlucken gurgelig oder feucht
  • Nahrung verbleibt im Mund oder in den Wangentaschen
  • Schmerzen oder ein Fremdkörpergefühl beim Schlucken
  • Angst vor dem Essen, Vermeidung bestimmter Konsistenzen
  • Ungewollter Gewichtsverlust oder deutlich längere Essenszeiten
  • Wiederholte Lungenentzündungen ohne klare Ursache

Wie die Therapie abläuft

Eine Sitzung dauert 45 Minuten. Die Frequenz ist meist zwei bis drei Einheiten pro Woche, besonders in der Anfangsphase. Die Gesamtdauer richtet sich nach Diagnose, Verlauf und Zielen.

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    Erstgespräch und Anamnese

    Wir besprechen Befunde, aktuelle Ernährungssituation, bisherige Therapien, Auslöser und Alltagsbelastungen. Angehörige sind willkommen.

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    Klinische Schluckuntersuchung

    Wir beurteilen Muskulatur, Sensibilität und den Schluckvorgang klinisch. Apparative Verfahren wie FEES oder Videofluoroskopie erfolgen nicht bei uns, sondern ärztlich. Wir arbeiten eng mit Ihren Befunden.

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    Therapieplan

    Klare Ziele zur Sicherheit beim Schlucken, zur Nahrungsaufnahme und zur Alltagstauglichkeit. Der Plan ist schriftlich und nachvollziehbar.

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    Therapiephase

    Funktionelle Schlucktherapie, Trainingsübungen für Zunge, Gaumen und Rachen, Haltungstechniken und Kompensationsstrategien. Abstimmung auf Konsistenzen und Essgewohnheiten.

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    Beratung zu Kost und Alltag

    Angehörige und Pflegende erhalten Hinweise zu Konsistenzen, Körperhaltung beim Essen, Esstempo und sicheren Umgebungsbedingungen.

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    Verlaufskontrolle

    Regelmäßige Überprüfung, Anpassung der Ziele und Techniken. Bei Stabilisierung sind Auffrischungsphasen möglich.

Heller Therapieraum mit großen Fenstern und Therapietisch bei SprechWerk Biemenhorst

Kosten, Verordnung und Hausbesuch

Die Therapie bei Schluckstörungen ist eine Leistung der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung. Verordnet wird sie durch Neurologie, HNO, Hausarzt oder Geriatrie. Bei gesetzlich Versicherten ab 18 fällt die übliche Zuzahlung von 10 Prozent der Rezeptgebühr plus 10 Euro Verordnungsgebühr an, sofern keine Befreiung vorliegt. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren besteht keine Zuzahlungspflicht.

Hausbesuche sind möglich, wenn ein Praxisbesuch aus gesundheitlichen Gründen nicht zumutbar ist und der verordnende Arzt den Hausbesuch auf der Verordnung explizit ankreuzt und medizinisch begründet. Wir kommen nach Bocholt und in die umliegenden Ortsteile, auf Anfrage auch in Pflegeeinrichtungen.

Bereit für Ihren Therapieplatz?

Verordnung hochladen, Wunschtermin eintragen, wir melden uns mit einem Terminvorschlag für Bocholt oder Biemenhorst.

Häufige Fragen zur Schluckstörung-Therapie

Wann ist eine Therapie sinnvoll?

Sobald Anzeichen wie Husten beim Essen, Gewichtsverlust oder wiederholte Lungenentzündungen auftreten. Eine ärztliche Diagnose ist Voraussetzung. Je früher, desto besser lassen sich Komplikationen vermeiden.

Führen Sie FEES oder Videofluoroskopie durch?

Nein. Diese bildgebenden Verfahren gehören in die Hand der Ärztin oder des Arztes und werden in Kliniken oder bei spezialisierten Fachärzten durchgeführt. Wir arbeiten mit den Befunden und ergänzen sie klinisch.

Kann Schlucktherapie eine PEG-Sonde ersetzen?

Nicht pauschal. In vielen Fällen hilft Therapie, orale Nahrungsaufnahme auszubauen oder wieder aufzunehmen. Die Entscheidung zu einer Sonde liegt in ärztlicher Hand. Wir unterstützen die Alltags- und Ernährungsziele, die Sie und Ihr Behandlungsteam setzen.

Sind Hausbesuche möglich?

Ja, wenn Ihr Arzt den Hausbesuch auf der Verordnung ankreuzt und medizinisch begründet. Wir fahren im Umfeld Bocholt auch in Pflegeeinrichtungen.

Wie binden Sie Angehörige ein?

Angehörige und Pflegende lernen, wie Essen sicher gereicht wird, welche Konsistenz passt und welche Haltung beim Schlucken hilft. Das entlastet den Alltag spürbar.

Wie lange dauert die Therapie?

Das hängt stark von Diagnose und Verlauf ab. Einige Monate intensiver Therapie sind nicht ungewöhnlich, bei chronischen Verläufen sind langfristige Begleitungen mit Pausen möglich.

Therapie durch erfahrene Logopädinnen

Schlucktherapie begleiten bei uns staatlich anerkannte Logopädinnen mit Erfahrung aus neurologischer und geriatrischer Versorgung. Lernen Sie das Team in beiden Praxen kennen.

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Unsere Standorte in Bocholt

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Ob in der Praxis oder zu Hause: Wir klären gemeinsam mit Ihnen und Ihren Angehörigen, was sinnvoll und machbar ist.